Brandenburgischer Rollsport und Inline Verband e.V.

Brandenburg

Landestraining der Speedskater beim „Rollerfest 2015“

„Gegenwart trifft  auf Vergangenheit - und was hat Zukunft …?“ – so in etwa konnte auch das Motto vom „Rollerfest 2015“ lauten, welches vom ehemaligen Rollschnellläufer „Rudi“ Klaus-Dieter Gutschmidt  initiiert und am 09.05.2015 in der „Skate-Arena“ Jüterbog veranstaltet wurde.

Ehemalige DDR-Meister und Mitglieder der Nationalmannschaften der Rollschnellläufer aus DDR- Zeiten trafen sich zum wiederholten Mal, um sich an die sportlichen Erfolge vergangener Zeiten zu erinnern und selbst wieder einmal auf schnellen Rollen – in diesem Fall vor allem auf sogenannten Quads – zu stehen und einige Runden zu drehen.

 Nach einer Anfrage beim Veranstalter und dessen Zustimmung ergab sich eigentlich komplikationslos  die Möglichkeit, das für den 09.05.2015 beantragte Landestraining der Brandenburger Nachwuchsspeedskater doch noch durchführen zu können. Es wurde von Organisator „Rudi“ kurzerhand in den Ablaufplan des Rollerfestes integriert!

Der Einladung zum offenen Landestraining folgten Sportler der RG Oranienburg/Falkensee und der LLG Luckenwalde. Die BSG Justitia Frankfurt/Oder war verletzungsbedingt nur durch  den Landesfachwart Henry Kühl vertreten. Sportler anderer Vereine ließen sich die Möglichkeiten gemeinsamer Trainingseinheiten in Vorbereitung auf die am 16.05.2015 stattfindenden Landesmeisterschaften/Bestenermittlungen in Berlin und auch dieses unvergessliche Zusammentreffen der Sportler-Generationen leider entgehen.

Für die Anwesenden  – ob  Alt oder Jung – ergab sich eine einzigartige Möglichkeit der Begegnung. Interessiert nahmen die jugendlichen Sportler die Informationen der älteren und gestandenen auf. Dass Rollschnelllauf der Vorläufer des Inline-Speedskatings war, hatten einige schon mal gehört, ein Rollschnellläufer in Aktion war jedoch bisher nur ein einziges Mal in Anklam bei einem Lilienthal-Pokal zu sehen.

Richtige Rollschnelllaufschuhe  haben keine Stopper. Diese sind nur bei den Kunstläufern üblich. Die Wettkampfstrecken ähnelten ebenfalls den heutigen und die Wettkämpfe wurden auch vorrangig auf speziellen Bahnen in den einstigen Rollsporthochburgen wie z. B. Anklam oder Großenhain ausgetragen. Die 150 m –Bahn in Großenhain hatte mit ihren überhöhten Kurven sogar noch bis in die Zeit des Inline-Speedskatings Bestand und wurde erst im Zuge des Neubaus einer 200 m - Bahn vor ein paar Jahren abgerissen.

Selbst die Landestrainerin Iris Manthee hatte Rollschuhe mit Rollen aus den verschiedensten Materialien während ihrer Sommertrainingszeiten als Eisschnellläuferin unter den Füßen! Mit der Entwicklung der Inline-Skates hielten  diese dann auch Einzug in den Eisschnelllaufsport. Bei der Entwicklung zum Trendsport wurden die Inline-Skates nicht nur auf den ovalen Wettkampfbahnen eingesetzt, sondern auch bei diversen Marathon- und Halbmarathonläufen in vielen Städten der Welt!

Mittlerweile ist es schwer, Rollschuhe und dazu passende Rollen für den Rollschnelllauf  zu bekommen. Die Industrie setzt doch mehr auf Inline-Skates. Da auch nicht mehr alle Rollschnellläufer in ihre alten Schuhe passten, sind auch einige davon mittlerweile auf Inline-Skates umgestiegen.

Rollschnellläufer und Inline-Speedskater  drehten jedenfalls am Samstag gemeinsame Trainingsrunden auf dem 200 m – Oval der Skate-Arena und bestritten sogar einen Wettkampf gegeneinander!

In der Disziplin 200 m  (= 1Runde) mit fliegendem Start waren fast alle jungen Speedskater schneller. Das Alter war wohl weniger der Grund dafür. Es lag doch vielmehr am Rollreibungswiderstand, der bei den Quads höher ist als bei den Inlinern.

Es war unverkennbar, Quads und Inliner (bzw. deren Nutzer) vertrugen sich auf der Bahn und daneben bestens und konnten jeweils die angestrebten Ziele erreichen: Erinnerungen austauschen, Kenntnisse und Erfahrungen vermitteln und aufnehmen. Für die Teilnehmer am  Landestraining war es jedenfalls eine sehr angenehme Art der Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften!